Haustiere schützen vor Allergien
Leben mit Hunden und Katzen erhöht Erkrankungsrisiko nicht
Haustiere fördern die Gesundheit. Das gilt offenbar auch, wenn es darum geht, das Allergierisiko bei Kindern zu senken. Babys, die zusammen mit Hunden und Katzen aufwachsen, erkranken später nicht häufiger an Allergien als Kinder aus Familien ohne Haustiere. Das berichten Wissenschaftler der Henry-Ford-Klinik in Detroit.
Wenn der Körper keine Tierhaare toleriert
Tierhaare können ähnlich wie Baum- oder Gräserpollen Allergien auslösen. Dabei reagiert das Immunsystem überempfindlich auf bestimmte, sonst ungefährliche Stoffe von im Fell klebendem Speichel. In der Folge bildet der Körper vermehrt Entzündungsstoffe und es kommt zu typischen Beschwerden wie juckenden und tränenden Augen, Schnupfen, Hautausschlägen sowie Hustenanfällen und Atemnot. Je stärker Kinder an solchen allergischen Beschwerden leiden, umso wahrscheinlicher entwickeln sie später auch Asthma.
Antikörper im Blut als Risikozeichen
Dass Kinder dieser Gefahr entgehen können, wenn sie von klein auf mit Haustieren zusammenleben, erkannten die US-amerikanischen Forscher in einer Langzeitstudie mit 565 Jugendlichen im Alter von 18 Jahren. Seit deren Geburt sammelten die Forscher Daten zum Familienleben. Das heißt, sie ermittelten, ob und wie lange die Heranwachsenden in einem Haus mit Hunden und Katzen gelebt hatten. Nun nahmen die Forscher den Jugendlichen zusätzlich Blut ab. Darin bestimmten sie den Gehalt von IgE-Antikörpern – das sind Eiweiße, die entstehen, wenn Kinder sehr empfindlich auf Hunde- und Katzenhaare reagieren.
Haustiere senken Allergiegefahr sogar
Wie sich zeigte, waren die Jugendlichen, die als Kinder mit Haustieren getollt hatten, am wenigsten empfindlich. Ihr Risiko, eine Allergie zu entwickeln war um etwa die Hälfte geringer als bei denen, die ohne Haustiere groß geworden waren. Vor allem der Kontakt im ersten Lebensjahr wirkte sich positiv aus. Demnach brauchen sich Eltern keine Sorgen machen, wenn sie ihren Nachwuchs mit Tieren aufwachsen lassen. Je eher das passiert, umso besser toleriert der Körper offenbar die Tierhaare und umso geringer ist die Gefahr für Allergien.
- Links:
- Die Studienergebnisse sind im Fachjournal "Clinical & Experimental Allergy" online erschienen.
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